CoHousing|Berlin für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen

Spandauer Sprotten

2 Häuser, 20 Menschen, eine Gemeinschaft!

Mitstreiter gesucht

[STAND JUNI 2026] 

Hallo ihr Lieben,

wir sind Patrick (33, Journalist), Jenny (37, Sozialarbeiterin) und Nora (47, Sozialarbeiterin) und wir bilden die Kerngruppe eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts, das wir in Spandau in zwei benachbarten Häusern gründen möchten. 

Auf 530 m2 Wohnfläche kann hier eine bunte Gemeinschaft von 20 Menschen zusammenleben. Große Gemeinschaftsräume bieten Platz für gemeinsame Koch- und Spieleabende, Veranstaltungen oder einfach fürs Verquatschen. Kinder und Tiere können im gemeinsamen Garten spielen. Und wir können uns im Alltag oder bei gemeinsamen Projekten gegenseitig unterstützen. Die Spandauer Sprotten wollen ein linkes, progressives Wohnprojekt werden - selbstverwaltet, solidarisch, nachhaltig, aufgeschlossen und den Kiez bereichernd.

Unsere beiden Häuser in Spandau bieten dafür großes Potenzial. Das eine Haus ist in Top Zustand (von der Wärmepumpe bis zum Wasserstoffspeicher), hat eine wunderschöne große Küche und ein ebenso großes Wohn- und Esszimmer - der Mittelpunkt unserer Gemeinschaft. In diesem Haus können Menschen in Form einer Groß-WG zusammenleben. Das andere Haus ist ein entkernter Rohbau und soll zu drei abgeschlossenen Wohnungen für Familien und zwei 1-Zimmer-Wohnungen ausgebaut werden. Beide Häuser sind über einen schönen Garten verbunden.

Eine ziemliche Perle also! Wann hat man schonmal in Berlin gleich zwei leerstehende Häuser direkt nebeneinander. Wir sehen hier viel Potenzial.

Der Eigentümer ist der Idee gegenüber sehr aufgeschlossen und wir sind aktuell mit ihm in Verhandlung des Kaufpreises. Sobald wir uns final geeinigt haben, wollen wir eine Genossenschaft gründen und die Gruppe erweitern, um gemeinsam diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Wenn ihr Interesse habt und mit anpacken und dort mit uns leben wollt, freuen wir uns sehr, von euch zu hören. Damit ihr vorab eine Vorstellung bekommt, was für ein Gemeinschaftsleben wir uns vorstellen, teilen wir hier nochmal ein bisschen ausführlicher unsere Vision. Das Wohnprojekt „Spandauer Sprotten“ (so nennen wir uns aktuell ;) möchte diese fünf Werte verwirklichen:

  1. Gemeinschaftlich und selbstverwaltet
  2. Solidarisch und bezahlbar
  3. Nachhaltig
  4. Bunt, familien- und tierfreundlich
  5. Politisch links und progressiv

 

(1) Gemeinschaftlich und selbstverwaltet

Ein Leben in Gemeinschaft, das zugleich private Rückzugsräume bietet, stellen wir uns sehr bereichernd vor. Gemeinschaft spendet Lebensfreude und entlastet, weil z.B. immer jemand da ist, um auf die Kinder aufzupassen. Oder indem man einmal pro Woche für einen Teil der Sprotten kocht und ansonsten bekocht wird. Gemeinschaft verpflichtet zugleich auch, weil jeder Aufgaben übernehmen muss, die bei der Selbstverwaltung eines solchen Wohnprojekts anfallen. 

Damit das nicht in endlosen Plenarsitzungen mündet, wollen wir einen klar geregelten Prozess der gemeinsamen Entscheidungsfindung einführen – beispielsweise die bewährte Selbstverwaltungsform der Soziokratie. 

Um Familien einen gemeinsamen privaten Rückzugsraum bieten zu können, sollen im Rohbau drei kleine abgeschlossene 2- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen mit eigener Küche entstehen - sowie zwei 1- bis 1,5-Zimmer-Wohnungen mit eigener Kochnische und Nasszelle (eine davon barrierefrei). Im bereits sanierten Haus würden wir hingegen als Groß-WG mit 10 Personen leben, die sich die große Gemeinschaftsküche plus Wohn/Esszimmer sowie eine weitere Küche in der Remise teilen. Die größeren Zimmer im Dachgeschoss sollen zudem noch zwei Kochnischen bekommen. Und schließlich haben wir in der WG drei Bäder mit Duschen und noch eine vierte Toilette.

Die große Gemeinschaftsküche und ihr angeschlossenes Wohn- und Esszimmer im sanierten Haus (zusammen 54 m2 + Wintergarten) bilden den Mittelpunkt der Gemeinschaft, können also auch von den Familien des Rohbaus mitgenutzt werden. Zugleich gibt es im Rohbau noch eine 24 m2 große Gemeinschafts-Wohnküche (plus Wintergarten), damit es dort auch einen Haus-internen Ort der Zusammenkunft gibt.

Zu Guter Letzt wird es in der Remise des sanierten Hauses noch einen freien Gemeinschaftsraum von 22 m2 geben, den wir auf alle möglichen Weisen nutzen können: Kinder können dort tagsüber spielen; Gäste können dort übernachten; Gemeinschaftsaktivitäten können dort stattfinden, vom Spieleabend bis zum Gesangsabend. Und wir würden diesen Raum gerne gelegentlich auch für öffentliche Veranstaltungen für den Kiez öffnen, um uns mit unserer Umgebung zu vernetzen und positiv in diese hineinwirken. Das kann von kulturellen bis politischen Veranstaltungen alles Mögliche sein.

Schaut euch für einen besseren Überblick über die Raumverteilung gerne das Wohnkonzept an, das wir hier als PDF hochgeladen haben.

 

(2) Solidarisch und bezahlbar

Ziel dieses Wohnprojekts ist nicht, Privateigentum zu schaffen, das man eines Tages mit Wertsteigerung verkaufen könnte. Im Gegenteil: Wir wollen Wohnraum jenen Miethaien entziehen, die damit Profit machen wollen, und in dauerhaft bezahlbares und lebenswertes Gemeinschaftseigentum umwandeln - auch für die kommenden Generationen. 

Deshalb sind wir bereits in Kooperation mit der gemeinwohlorientierten Stiftung trias, die das Grundstück solcher Wohnprojekte kauft und an uns dauerhaft verpachtet. Dadurch wird einerseits sichergestellt, dass die Werte des Projekts für die Ewigkeit festgeschrieben werden. Aber es reduziert auch das Eigenkapital, das zum Kauf der Bestandshäuser nötig sein wird. Und zu guter Letzt stellt die kostenlose Beratung durch die Stiftung sicher, dass wir das Projekt professionell umgesetzt bekommen.

Um die Bestandshäuser zu kaufen, werden wir eine Genossenschaft gründen. Das Eigenkapital, das dafür nötig ist, wird die Genossenschaft durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen durch die späteren Bewohner:innen einsammeln. Das wird dank Förderkrediten für Genossenschaftsanteile auch Menschen ohne Rücklagen möglich sein (mehr dazu weiter unten).

Solltest du eines Tages ausziehen, erhältst du genau die Genossenschaftsanteile zurück, die du anfangs reingesteckt hast. Bleibst du langfristig im Projekt, profitierst du von einer stabilen Miete - was heutzutage in Berlin schon Gold wert ist. Die Miete entsteht vor allem aus der Rückzahlung des Bankkredits, der für Erwerb und Ausbau der Immobilie gebraucht wird. 

Um den Bankkredit möglichst gering zu halten und teilweise durch günstigere Förderkredite zu ersetzen, wollen wir zwei Mittel nutzen: Zum einen den IBB Förderkredit “Wohnraum modernisieren” für den Rohbau-Ausbau. Und die solidarische Mobilisierung unseres Umfelds (Familie und Freunde) zur Sammlung von kleinen Direktkrediten, die wir ihnen langsam zurückzahlen. 

Je nachdem, wie erfolgreich wir darin sind, wird die Miete ausfallen. Damit ihr eine Vorstellung bekommt, in welche Richtung es gehen könnte, hier mal eine halbwegs realistische Kalkulation (ohne Gewähr):

  • 11 m2 Privatzimmer der Groß-WG: 445 € Kaltmiete / 38.000 € Genossenschaftsanteile
  • 16 m2 Privatzimmer der Groß-WG: 550 € Kaltmiete / 45.000 € Gen.anteile
  • 23 m2 Privatzimmer der Groß-WG: 660 € Kaltmiete / 55.000 € Gen.anteile
  • 20 m2 1,5-Zimmer-Wohnung im Rohbau: 460 € Kaltmiete / 36.000 € Gen.anteile
  • 52 m2 2-3 Zimmer-Wohnung im Rohbau: 1.200 € Kaltmiete / 96.000 € Gen.anteile
  • 62 m2 3-3,5 Zimmer-Wohnung im Rohbau: 1.400 € Kaltmiete / 110.000 € Gen.anteile

Auch wenn man bedenken muss, dass bei diesen Mieten große Gemeinschaftsflächen mit dabei sind, ist das immer noch viel Geld. Leider lässt der verrückte Berliner Wohnungsmarkt aktuell in einer gut angebundenen Lage wie Spandau nicht viel weniger zu. Dadurch, dass wir viel Raum teilen, sind die Preise dennoch viel niedriger als wenn man allein eine Wohnung kauft und auch niedriger als die Genossenschaftsanteile der meisten aktuellen Baugruppen.

Es ist nicht unbedingt nötig, dass ihr für die Genossenschaftsanteile große Rücklagen habt. Ihr könnt einen extrem günstigen KfW-Förderkredit zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen aufnehmen (KfW 134: 15% der Kreditsumme werden erlassen; 10 Jahre nur 0,24% Zinsen; mit 1,5% Tilgung wären das bei einem 45.000€-Kredit anfangs nur 52€ monatl. Rückzahlung). Und vielleicht könnt ihr in eurem Umfeld für eine solche gemeinschaftliche Vision auch noch zusätzliche Unterstützung gewinnen.

Aus Solidarität würden wir gerne auch mindestens eine geflüchtete Person aufnehmen. Die Stiftung Xenion würde in dem Fall die Genossenschaftsanteile kaufen. 

 

(3) Nachhaltig

Ein gemeinschaftliches Wohnprojekt ist bereits dadurch nachhaltig, dass es Ressourcen wie Wohnraum, Einrichtung und teilweise Lebensmittel teilt (statt es mehrfach einzeln anzuschaffen). Für gemeinschaftliches Kochen könnten wir Großpackungen bei Foodcoops und Gemüsekisten bestellen, um regionale Produkte zu bevorzugen und Bauern durch das Umgehen von Supermärkten zu unterstützen. Vegetarische und vegane Gerichte können beim gemeinsamen Kochen bevorzugt werden.

Bei der Sanierung des Rohbaus können wir auf eine möglichst nachhaltige Umsetzung achten. Allerdings sollte hier gelten: Wichtiger als das perfekte Passivhaus ist, dass sich die Bewohner:innen das Leben darin leisten können. Hier müssen wir als Gruppe gemeinsam abwägen, was möglich ist.

 

(4) Bunt, familien- und tierfreundlich

Patrick ist in einer großen Patchwork-Familie mit vielen Tieren aufgewachsen. Hunde, Echsen, Schlangen, Kaninchen, Vögel – es war wie ein kleiner Zoo. So bunt muss es bei uns jetzt nicht notwendigerweise zugehen, aber eine Katze und ein Hühnerstall wären schon Premium. Solange sich genug Leute finden, die sich gerne um die Tiere kümmern, sollte das kein Problem sein.

Auch Kinder beleben eine Gemeinschaft. Und ein afrikanisches Sprichwort besagt nicht umsonst, dass es ein ganzes Dorf braucht, um sie aufzuziehen. Für Eltern ist es sicherlich entlastend, immer Menschen um sich zu haben, denen sie und ihre Kinder vertrauen und die mal auf sie aufpassen und für sie mitkochen. Und für Kinder ist es genial, mit anderen Kindern zum Spielen zusammenzuleben.

Unser Ziel ist es, eine bunte Mischung an Altersklassen, Geschlechtern und Hintergründen zu erreichen. Jeder ist also willkommen, sich bei uns zu melden.

 

(5) Politisch links und progressiv

Wir erwarten nicht, dass wir eine Gruppe werden, die politisch immer komplett dieselben Ansichten teilt. Allerdings sollte es gewisse Grundwerte geben, die alle für selbstverständlich halten. Die Spandauer Sprotten sind ein linkes, progressives Wohnprojekt. Hier ist kein Platz für Sexismus, Queer-Feindlichkeit, Rassismus, Faschismus oder Antisemitismus (womit nicht gemeint ist, Israels Politik zu kritisieren). Zudem wollen wir wie gesagt solidarisch und nachhaltig unterwegs sein. Neoliberale, Verschwörungstheoretiker:innen, Esoteriker:innen, Klima- und Wissenschaftsskeptiker:innen sollten sich wahrscheinlich ein anderes Projekt suchen.

Wie bereits angesprochen, würden wir uns freuen, uns mit unserem Kiez in Spandau zu vernetzen und unseren Gemeinschaftsraum gelegentlich auch für öffentliche Veranstaltungen zu öffnen oder auch mal ein offenes Gartenfest zu veranstalten. So wollen wir die Anonymität der Nachbarschaft durchbrechen und eine Plattform für positive Veränderung bieten.

 

Und jetzt?

Wenn du unsere Werte teilst und du dir bei unserer gemeinschaftlichen Vision denkst „Darauf habe ich Bock!“, dann melde dich gerne bei uns per Mail über wohnprojekt.sprotte@gmail.com - am besten gleich mit Telefonnummer. Wir freuen uns schon, dich/euch kennenzulernen.

Da wir aktuell noch am Anfang der Projekt-Gründung stehen, suchen wir vor allem Menschen, die sich aktiv in diesen Prozess einbringen wollen. Aber auch Menschen die wegen Kindern oder Beruf gerade nicht so viel Zeit haben, können sich gerne melden. 

Wir sind gespannt auf die Menschen, die Lust haben, mit uns diesen Weg zu gehen. Und wir glauben, dass sich der Einsatz lohnt; dass wir die Möglichkeit haben, hier ein wirklich lebenswertes Zuhause für eine bunte Gemeinschaft zu schaffen :)

Liebe Grüße, eure Sprotten

Stand:
Planungsbeginn:
Gebäudeart:
Größe des Grundstücks:
850 m²
Anzahl der Wohnungen:
2
Anzahl der noch freien Wohnungen:
2
Wohnfläche insgesamt:
530 m²
Rechtsform des Projekts:
Eigentumsform:
Keine Angabe.
Um welche Gemeinschaftseinrichtungen wird es sich handeln:
Größe Gemeinschaftsraum:
35 m²
Größe Gemeinschaftsterrasse:
12 m²
Größe Gemeinschaftsgarten:
350 m²

Projekt Standort

Spandauer Sprotten
Aumühler Str. 13
13581 Berlin
Deutschland

Spandau

Kontaktdaten

Spandauer Sprotten